18,6 % Deutsche Rentenversicherung – nicht nur für YogalehrerInnen - Was ist das Gute daran?
Ich habe heute Morgen mit der Deutschen Rentenversicherung telefoniert.
Das Ergebnis ernüchternd. Auch wenn die Frau am Telefon super nett war.
18,6 % Abgaben auf den Gewinn der Yogalehrertätigkeit!
Auch, wenn du hauptberuflich Festangestellt bist!
18,6% zusätzlich zu Umsatzsteuer, Sozialabgaben, Einkommenssteuer und sonstigen Ausgaben für das Yoga-Business, die die Yogaselbständigkeit mitbringen. Insgesamt bleiben von den Einnahmen ca. 1/5 übrig, von denen ich meine Miete zahle, mir ein Brötchen... kaufen kann.
Zurück zur Deutschen Rentenversicherung. Ich zahle ein, weil ich pflichtversichert bin, nicht wie andere Selbständige: freiwillig.
Nein. Ich MUSS einzahlen! In ein System, wovon ich mir wahrscheinlich später – ich überspitze bewusst – gerade mal ein Brötchen kaufen kann.
Renteneintritt: ungewiss. Ich schätze Ü70.
Ich kann mir aktuell keine zusätzliche private Rentenversicherung leisten bzw. ich investiere aktuell gerade mal 60 € in ETFs. Ein Tropfen auf den heißen Stein. Wer sich mal mit der „echten“ Rentenlücke auseinandergesetzt hat, weiß, dass es monatlich mindestens 400 € sein müssten. Je nachdem, wann du anfängst zu investieren, wie hoch deine Rücklagen & Co sind...
Ich bin jetzt 41 Jahre, habe ungeplant 3 ½ Jahre Elternzeit genommen. Weil mir das für die Entwicklung meines Kindes wichtig war und immer noch ist. Ich stehe voll hinter dieser Entscheidung.
Gleichzeitig habe ich, um das zu finanzieren, all meine Altersvorsorge-Sachen aufgelöst – Notgroschen auf dem Konto, einen Investment-Fond, Riesterrente. Alles, was ich hatte und was dafür gedacht war, meine Rente abzuSICHERn.
Ich arbeite seit 3-4 Jahren sehr viele Stunden in der Woche – in meinem Herzensbusiness als Yogalehrerin mit Herzensmenschen zusammen – und gleichzeitig frage ich mich:
„Wie soll ich davon (gut) Leben können?
Jetzt?
Und auch im Alter?“
Ich habe mir 2022 mit Madame Moneypenny – das Mentoring kann ich übrigens sehr empfehlen – meine Rentenlücke ausgerechnet. Sehr erschreckend!
Für 1.200 € monatlich nach allen Abzügen, hätte ich seit 2022 monatlich ! 438,06 € in ETFs investieren müssen, also ein Kapitalvermögen von 399.844,88 € - mit einer goldenen Gans, die sich selber auffrisst – um mit 69! in Rente gehen zu können!
„Wie kann ich mit dem, was ich Liebe meinen Lebensabend vorbereiten?“
Diese Frage treibt mich schon einige Jahre um. Habe ich aber auch gerne immer wieder beiseite geschoben, weil macht mir ja mega Spaß, was ich tue und ich liebe diese Freiheit als Yogalehrerin...
UND am Ende des Tages ist es ein Tausch „Zeit gegen Geld“.
Zeit, die ich gerne auch mit meinem Sohn verbringen würde, solange er noch klein ist.
Das heißt nicht, dass ich meinen Beruf als Yogalehrerin aufgeben will oder ihn nicht liebe!
Aber ich habe angefangen, mich nach anderen Möglichkeiten umzuschauen beziehungsweise lagen sie mir eigentlich schon vor 2 ½ Jahren vor den Füßen, aber da hatte ich noch kein offenes Ohr dafür...
Jetzt schon.
Jetzt habe ich noch mal hinter die Kulissen geschaut und gefunden, dass ich ALLES haben kann!
Zeit für Menschen und Tätigkeiten, die mir wichtig sind und mir gut tun, finanzielle Gesundheit, soziales Miteinander und Menschen unterstützen...
UND ich kann es an meinen Sohn vererben!!! :-D
Was ist das Gute für dich an der deutschen Rentenversicherung?
Wie denkst du darüber? Schreibe mir gerne eine Nachricht.
Ich freue mich über Austausch.
Liebe Grüße
Steffi 🧘♀️
PS: Ich habe für mich eine Antwort auf die Frage: „Was ist das Gute daran?“ gefunden:
„Ich finanziere die aktuellen RentnerInnen, dass sie sich ihr Brötchen leisten können. ;-)“
Das schafft inneren Frieden und auch wieder Weite statt Enge und gibt Sinn.