Das vierte Trimester
Ein Beitrag von Dalia

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Das vierte Trimester

Immer wieder liest man vom sogenannten "vierten Trimester" und dass ein Baby eigentlich zu früh und zu unreif geboren wird! Sind aber unsere kleinen Mäuse wirklich noch zu "unreif" oder brauchen sie einfach nur Zeit, um auf dieser großen weiten Welt anzukommen? 
Heute habe ich für dich die wichtigsten Tipps für die Anfangszeit mit einem Neugeborenen aufgeschrieben, um entspannt und ausgeschlafen durch das vierte Trimester zu kommen.

Wenn vom vierten Trimester die Rede ist, denkst du vermutlich: "Im Ernst jetzt? Noch länger schwanger? Weitere drei Monate hätte ich bestimmt nicht mehr geschafft!" Und genauso ist es auch: Denn mit 40 Wochen Schwangerschaft ist der weibliche Körper an seinem Limit angekommen. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass die Natur keine Fehler macht, schon gar nicht bei so einem Wunder wie die Schwangerschaft und der Geburt! Wären die kleinen Mäuse bis dahin noch "unreif" gewesen, dann würde eine Schwangerschaft länger andauern und der weibliche Körper dem angepasst! Auch in diesem Fall würde dein Neugeborenes Zeit zum Ankommen benötigen und dann wäre vom fünften Trimester die Rede. 
Stelle dir doch einmal vor, dass du in deiner wunderschönen, warmen, gemütlichen Wohnung bist, nur Frieden, Wärme und Geborgenheit spürst und einfach nur wunschlos glücklich bist. Dann aber passiert es: Plötzlich ist das alles nicht mehr da! Du bist an einem Ort, den du nicht kennst, der dir viel zu kalt erscheint, viel zu groß, viel zu ungemütlich. Du verstehst nicht was los ist und wünschst dir auch nur für wenige Momente diese gewohnte Geborgenheit zurück.
Genauso geht es deinem Baby. Es ist schon "fertig", um auf der Welt zu sein! Es braucht nur Zeit anzukommen und hierfür bist du seine beste Begleiterin! Dafür gibt es für dich eigentlich auch nur eine einzige Aufgabe. Diese lautet: 

Mache dein Neugeborenes zu einem glücklichen Baby, indem du die Bedingungen im Mutterleib nachahmst! 

Wie du das schaffst, verrate ich dir jetzt: 



  • Pucken
Dass ein Baby ziemlich wenig Raum im Mutterleib hatte, ist nicht zu bestreiten. Immerhin lag es monatelang zusammengerollt wie ein Ball. Das macht das Pucken für dein Baby zur normalsten Sache der Welt. Es gibt ihm ein bisschen Geborgenheit, die es im Mutterleib hatte, wieder zurück. Achte allerdings auf "richtiges" Pucken. Du solltest dein Kind niemals zu warm einpacken. Seine Ohren sollen warm aber nicht heiß und rot sein, sein Nacken niemals verschwitzt. Gepuckt solltest du dein Kind auch immer auf den Rücken schlafen lassen, um die Wahrscheinlichkeit für den plötzlichen Kindstod zu reduzieren. Dein Kind solltest du weiters nur während dem Schlafen oder wenn es sehr unruhig ist pucken, nicht rund um die Uhr!


  • Weißes Rauschen
Im Mutterleib war dein Baby ständig einem Geräuschpegel ausgesetzt. Das Fließen des Blutes durch die versorgenden Arterien der Plazenta, die Darmtätigkeit, der Herzschlaf und natürlich auch die Geräusche aus der Außenwelt. Es ist daher gar nicht so verwunderlich, dass sich dein Baby in einem ruhigen Raum verloren fühlt und durch Geräusche, wie beim weißen Rauschen, beruhigen lässt. Hilfreich sind rauhe, rauschende Geräusche, die so laut sind wie das Schreien eines Babys. Du solltest allerdings auch hier das weiße Rauschen nur zum Beruhigen anwenden und keineswegs durchgehend. 


  • Tragen
Das Tragen bietet deinem Baby gleich zwei Vorteile zugleich. Einerseits spürt es deine Wärme, deinen Herzschlag und die Nähe zu dir, andererseits schenkt es deinem Kind die Enge, die es aus dem Mutterleib kennt. Ob du eine Trage oder ein Tragetuch verwendest, bleibt ganz allein dir überlassen. Wichtig ist, genauso wie beim Pucken, die richtige Bindetechnik. 


  • Schaukeln
Babys lieben es in den Schlaf geschaukelt zu werden. Eine Federwiege oder eine elektrische Wippe kann in den ersten Lebensmonaten eine große Abhilfe schaffen. Hier ist es wichtig, dass die Federwiege oder die elektrische Wippe auch in eine Liegeposition verstellbar ist. Dein Neugeborenes sollte niemals aufrecht oder sitzend in der Wippe liegen, da sein Köpfchen noch viel zu schwer ist und seitlich umkippen könnte. 


  • Saugen
Saugen wirkt sich auf alle Babys sehr beruhigend aus, denn währenddessen wird das Glückshormon Oxytocin ausgeschüttet. Es kann durchaus möglich sein, dass dein Baby in seinen ersten Lebenswochen gefühlt den ganzen Tag an der Brust hängt. Die Nutzung eines Schnullers kann manchmal eine kleine Rettung sein. Allerdings wird der Schnuller von Babys, die die Flasche bekommen eher akzeptiert als jene, die gestillt werden. Falls du stillst, lohnt es sich trotzdem aus einen Schnuller hin und wieder mal anzubieten. Akzeptiert dein Kind diesen aber nicht, dann sehe den Vorteil daraus und genieße umso mehr die innige Bindung zu deinem Kind während du es stillst. 

Zum Schluss möchte ich dir noch eine ganz wichtige Information mitgeben: 
Liebe Mama, du darfst deinem Baby soviel Zuneigung schenken, wie du nur kannst. Du darfst stillen, kuscheln, schaukeln, tragen und alles tun, um deinem Kind die Geborgenheit zu schenken, die es braucht. Du kannst niemals zu viel Liebe geben!


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