Nein. ist ein ganzer Satz.
Wie alles begann...
Nein. Ich möchte das Geschlecht meines ungeborenen Kindes nicht wissen.
Nein. Ich möchte das Geschlecht meines ungeborenen Kindes nicht wissen.
Nein. Ich möchte den Test auf Trisomie 21 nicht machen.
Nein. Ich würde mein Baby nicht abtreiben, wenn es Trisomie 21 hätte.
Nein. In diesem Krankenhaus werde ich mein Kind nicht zur Welt bringen.
Nein. Ich möchte nicht, dass mit meinem Krankenschein vom Frauenarzt in der Firma hausieren gegangen wird und Gerüchte gestreut werden.
Nein. Ich bin nicht überemotional, weil ich schwanger bin.
Nein. Ich möchte nicht, dass meine Bankverbindung in der Firma öffentlich einsehbar ist.
Nein. Ich möchte nicht ungefragt an meinem Bauch angefasst werden.
Nein. Ich möchte nicht, dass ihr direkt nach der Geburt für ein ganzes Wochenende zu Besuch kommt.
Nein. Ich verrate den konkreten errechneten Geburtstermin nicht.
Nein. Unsere möglichen Babynamen geben wir nicht vorab bekannt.
Nein. Wir möchten im Wochenbett nicht permanent Besuch haben.
Nein. Ich möchte keinen Dammschnitt.
Nein. Ich unterschreibe das Formular für die PDA nicht.
Nein. Ich möchte keine PDA.
Nein. Ich stille mein Baby nicht nur alle 4 Stunden.
Nein. Ich wiege mein Baby nicht täglich.
Nein. Ich stille mein Baby nicht mit 3 Monaten ab.
Nein. Ich möchte nicht, dass Sie ungefragt in das Gesicht meines Babys tatschen.
Nein. Ich füttere mein 4 Monate altes Baby nicht mit Brei.
Nein. Unser Sohn braucht noch keine Schuhe.
Nein. Ich stille mein 12 Monate altes Kind nicht ab, „damit es in die Krippe gehen kann“.
Nein. Unser Kind isst keinen Brei.
Nein. Ich muss nicht alles alleine schaffen.
Nein. Das ist nicht alleinige Aufgabe der Frau.
Nein. Wir nutzen keinen Kinderwagen.
Nein. Von der Trage bekommt mein Baby keine Haltungsschäden und auch keine Luftnot.
Nein. Ich lege mein 6 Wochen altes Baby nicht ab.
Nein. Ich lasse mein Baby nicht schreien, damit es kräftige Lungen bekommt.
Nein. Mein Baby ist kein Tyrann, weil ich prompt auf seine Bedürfnisse reagiere.
Nein. Stoffwindeln, „normale“ Windeln und Abhalten schließen einander nicht aus.
Nein. Ich lasse mein Kind nicht in den Schlaf schreien.
Nein. Unser Kind hat kein eigenes Kinderzimmer.
Nein. Unser Kind schläft nicht im eigenen Bett.
Nein. Unser Kind geht noch nicht in den Kindergarten.
Nein. Ich bin nicht faul, wenn ich mit meinem Kind zu Hause bleibe.
Nein. Wir machen kein Töpfchentraining.
Nein. Nur weil unser Sohn lange Haare hat, ist er kein Mädchen.
Das einzige Nein., welches ich in ein Ja. verwandelt habe, war das Ja zum Dammschnitt.
Und das war gut so.
Ich darf meine Meinung auch ändern!
Auch das habe ich gelernt.
Und dieses Ja. war ein sehr respektvolles Ja., auf Augenhöhe. Sowohl meine Hebamme als auch meine Ärztin haben mir in diesem Moment in die Augen geschaut, abgewartet und mich MEINE Entscheidung treffen lassen.
Eine bewusst getroffene Entscheidung für...
Selbstbestimmtheit.
Die Würde der Frau.
Falls du dich als Schwangere, frisch gebackene Mama oder Mama eines Kleinkindes und wahrscheinlich während der gesamten Zeit, die du dein Kind in die Welt begleitest, ausgelaugt, vielleicht sogar überfordert fühlst....
Es ist nicht nur der Schlafmangel.
Nicht nur die fehlende praktische Unterstützung, das Dorf, dass es braucht, um ein Kind zu begleiten.
Nicht nur die vielen ungefragten Meinungen, die auf dich einprasseln.
Es sind die vielen neuen Themen, mit denen du dich auseinander setzen darfst.
Es sind auch die vielen Entscheidungen, die du treffen darfst.
Es sind die vielen Abgrenzungen, wo du Position beziehen darfst.
Nein. ist ein ganzer Satz.