Embodiment
Hier findest du ein paar Worte zu Embodiment, wie sich Lebenserfahrungen verkörpern und uns belasten können. Und was sich verändern kann, wenn wir beginnen uns unserem Körper zuzuwenden und ihn mit in unsere Reflexionsprozesse einzubeziehen.
Embodiment bedeutet “Verkörperung” und richtet den Blick auf das Zusammenspiel und die Wechselwirkung von Körper, Geist und Seele. All unsere Erfahrungen, sowohl die stärkenden als auch die belastenden/traumatischen, werden in unserem Nervensystem und Körper gespeichert und führen zu einer ganz individuellen “Verkörperung”, die uns oft gar nicht richtig bewusst ist, uns jedoch belasten und unsere Lebensqualität einschränken kann.
Was wir bspw. wahrnehmen sind körperliche Symptome wie Rückenleiden, Migräne, Schlaflosigkeit und nicht enden wollende Müdigkeit, permanent kalte Gliedmaßen oder Verdauungsprobleme. Dafür kann es verschiedene Gründe geben und oftmals ist das Auftreten der Symptome ein Zusammenspiel dieser.
Was zum Beispiel zu dauerhaften Rückenschmerzen führen kann, sind ständig hochgezogene Schultern. Nackenprobleme können von einer hohen Anspannung in der Kiefermuskulatur kommen. Die hochgezogenen Schultern oder die Anspannung im Kiefer können die Antwort unseres Körpers auf belastende Erfahrungen sein, die in unserem Nervensystem gespeichert sind.
Und so kämpfen die meisten Menschen mit “alltäglichen Wehwehchen” bis hin zu starken körperlichen u/o psychischen Leiden, nehmen diese oftmals als normal hin. Wirken zusätzlich noch unbewusst Glaubenssätze wie “Stell dich nicht so an”, kann sich die Haltung, Körpersignale nicht ernst zu nehmen, noch verstärken. Wir drücken sie weg, nehmen Schmerzmittel und gehen über unsere eigenen Grenzen hinweg.
Ein Grund dafür kann sein, dass wir in unserer Biographie gelernt haben, dass Funktionieren mehr Anerkennung bringt und bleiben somit immer am Rennen, weil es sich sicherer anfühlt. Genauso kann auch Trauma ein Grund sein, da alle Empfindungen, die mit traumatischen oder belastenden Erfahrungen verbunden sind, in unserem Nervensystem gespeichert sind und es im Stressmodus halten. Dieser Modus bedingt, dass wir immer weiter “Aushalten”, alles dafür tun, nicht nochmal (auf solch überwältigende Weise) die Kontrolle zu verlieren.
Also funktionieren wir immer weiter, ignorieren die Signale unseres Körpers bzw. nehmen sie gar nicht (mehr) wahr und erlauben uns bspw. keine Pausen und das Fühlen unserer Emotionen. Nicht, weil wir kognitiv nicht wüssten, dass Pausen und Emotionen wichtig und richtig sind, sondern weil es sein kann, dass unser Nervensystem nie erleben durfte, wie entlastend sowohl Pausen als auch das Fühlen von Gefühlen sein können oder beides sogar als eine Bedrohung von uns wahrgenommen wird.
Wenn wir nun anfangen unsere Körpersignale wahrzunehmen und ihnen zuzuhören;
wenn wir uns in Räume mit Menschen begeben, die uns zuhören, ohne uns zu unterbrechen, zu bewerten oder zu beschämen;
wenn wir in dem, was sich zeigt, gehalten werden und uns halten lassen;
wenn Stresszyklen, die möglicherweise schon sehr lange in uns wirken, beendet werden;
dann öffnet dies den Raum für korrigierende Erfahrungen. Diese Erfahrungen bringen für unser Nervensystem und unseren Körper Schritt für Schritt und auf lange Sicht:
Für unser Nervensystem und unseren Körper haben diese eine unglaublich entlastende Wirkung, was auf lange Sicht bedeutet:
- In uns stellen sich wieder Vertrauen und Sicherheit ein.
- Anspannungen werden abgebaut, Entspannung darf einkehren.
- Wir erleben uns immer mehr in Selbstwirksamkeit.
- Emotionen, als eine der Sprachen unseres Körpers, können wieder wahrgenommen und durchgefühlt werden.
Das alles kann Embodiment und, um für mich zu sprechen: Mein Leben hat Embodiment auf solch positive Weise bereichert!
Für mich lässt es sich als ein Reflektieren mit dem ganzen Körper beschreiben. Es ermöglicht dir, Themen, die du im Kopf schon zigmal gedreht, gewendet und meist auch schon verstanden hast, auch auf Körperebene zu bringen. Sie in deinem Körper zu bewegen und Erfahrungen zu integrieren.
Wenn du mehr über meine Angebote wissen möchtest, klick dich gerne ein bißchen hier durch und schreib mir bei Fragen gerne eine E-Mail: danielarothmeier@posteo.de