Gute Eingewöhnung in KiTa und Tagespflege
Geborgen betreut - Fremdbetreuung: Nein, Danke!
Eingewöhnung in Krippe, KiTa oder in der Kindertagespflege
Unterschiedliche Einrichtungen arbeiten nach unterschiedlichsten Konzepten zur Eingewöhnung neuer Kinder. Von wenigen Tagen Kennenlernen bis wochenlangen oder auch monatelangen Eingewöhnungen kann alles vertreten sein. Müncher Modell, Berliner Modell oder doch ganz anders?
Entscheidend für eine erfolgreiche Eingewöhnung ist aber natürlich letztlich kein wohlklingendes theoretisches Konzept, sondern dass die eigentlichen Ziele verstanden und erreicht werden.
Das Kind soll sich sicher und aufgehoben fühlen, sich so gut an eine Bezugsbetreuungsperson gebunden haben, dass sie ein sicherer Hafen bei Verunsicherungen sein kann und die Eltern sollen die Sicherheit erlangt haben, dass in der Einrichtung oder bei der Tagespflegeperson das Kind zuverlässig gut umsorgt wird. Auch die Betreuungspersonen müssen das Kind kennen lernen, seine Eigenheiten und Bedürfnisausdruck verstehen und gut interagieren können.
Ob dies nach wenigen Wochen oder erst nach mehreren Monaten der Fall ist, ist von Kind zu Kind sehr individuell.
Ganz entscheidend zu einer gelungenen Eingewöhnung beitragen können Eltern in dem sie die Betreuungsform und Betreuungspersonen genau auswählen und schon mit einem guten Gefühl in die Eingewöhnung starten.
Dort sollten Eltern und Betreuungspersonen einen offenen und herzlichen Kontakt pflegen, weil die Erfahrung "Mama/Papa fühlen sich wohl in der Einrichtung und mit den dort arbeitenden Personen" einen ganz entscheidenden Einfluss hat auf das Empfinden des Kindes.
Erste Trennungsversuche sollten erst statt finden, wenn das Kind sich auf das Spiel mit anderen Kindern und der Bezugsperson einlassen kann und auch bei Konflikten mit anderen Kindern die Begleitung akzeptiert und sich von der neuen Bezugsperson trösten lässt.
Wichtig: Keine Trennung ohne Ankündigung!
Erkläre Deinem Kind genau, dass Du jetzt für einen Moment den Raum verlässt, was Du da tust und wann Du wieder kommst. z.B. "Ich gehe jetzt kurz zum Bäcker und hole uns ein Brot fürs Abend essen. Du kannst hier weiter mit den Kindern puzzlen und Tina schaut nach Dir. Wenn ich wieder komme gehen wir nach Hause zum Mittag essen."
Erst wenn das Kind sich auf diese kurzen Trennungen gut einlassen kann, sollten die Betreuungszeiten ausgedehnt werden. Lass Dich nicht abschütteln, wenn eine längere Eingewöhnung der üblichen KiTa-Politik widerspricht.
Ein Kind, das sich nicht schnell trösten lässt nachdem die Eltern gegangen sind und sich längere Zeit nicht auf das Spiel mit der Bezugsperson, anderen Kindern oder dem Material einlassen kann, ist noch nicht sicher angekommen.
Dann braucht es Eltern, die eben noch eine Weile länger passiv, aber ansprechbar im Betreuungsraum sitzen und dem Kind vermitteln: Hier gehts Dir gut, hier sind nette Menschen, schön, dass Du Dich hier aufhalten kannst.
Fremdbetreuung ist erst dann gute Betreuung, wenn sie keine "Fremd"betreuung mehr ist, sondern familienergänzende Betreuung.
In diesem Setting können Eltern ihr Kind guten Gewissens abgeben und haben den Kopf frei für andere Dinge, die eben auch noch so anfallen.