Okay, PEKiP klingt ganz cool, aber was erwartet mich denn? Was wird da gemacht und wie läuft es ab?
Der Gruppenraum ist bei PEKiP schön warm, damit die Babys unbekleidet sein können.
Dies ermöglicht es ihnen, sich frei bewegen zu können. Windel und Kleidung geben immer einen leichten Widerstand, welchen die ungeübte Muskulatur der Babys meist nur schwer überwinden kann.
Ohne Kleidung bremst nichts, weswegen neue Bewegungsabläufe leichter gelingen.
Kleine Unfälle, die ansonsten in der Windel landen würden, sind bei PEKiP an der Tagesordnung. Einfach aufwischen und weiter geht es. Im Gruppenraum steht hierfür alles zur Verfügung.
PEKiP findet auf dem Boden statt.
Dies bietet den meisten Platz und auch einen sicheren Ort für Babys, da sie so nirgends herunterfallen können.
Durch die warme Temperatur im Raum und das Sitzen auf dem Boden empfiehlt sich für Eltern leichte und bequeme Kleidung.
Es ist ausdrücklich erlaubt, sich im Raum frei zu bewegen! Die Kinder werden dies auf jeden Fall tun, sobald sie dies selbstständig können.
Die Gruppenleitung macht sich zu jedem einzelnen Baby individuelle Gedanken, je nach Entwicklungsstand und aktuellem Interesse.
PEKiP ist kein Trainingsprogramm. Wir ziehen nicht am Gras, damit es schneller wächst. Es gibt keine Ziele in einer bestimmten Zeit zu erreichen und auch keine Hausaufgaben.
Es werden der jeweiligen Entwicklung entsprechende Anregungen angeboten und von der Gruppenleitung an einer Puppe gezeigt. Den Eltern steht es frei, diese mit ihrem Kind mitzumachen.
Häufig möchten die Babys auch einfach beobachten. Auch dies führt zu Entwicklung, da diese zu großen Teilen durch Neugier und Nachahmung voranschreitet.
Die Babys haben erste Sozialkontakte zu Gleichaltrigen.
Sie schauen sich gerne gegenseitig an oder beim Spielen zu.
Bereits bei ganz jungen Babys ist zu beobachten, dass ihre Aufmerksamkeit von Gleichaltrigen angezogen wird.
Zunächst äußert sich das durch das anschauen, später durch das anfassen und aktiv hin bewegen.
Wenn die Babys alt genug sind, spielen sie gerne nebeneinander. Das führt manchmal dazu, dass das andere Spielzeug plötzlich hoch interessant wird und es so das erste Mal zu Konflikten kommt, was jedoch vollkommen normal ist.
Die Eltern können sich untereinander austauschen und auch Fragen an die Gruppenleitung richten.
Die Erfahrungen aus dem Erziehungsalltag der anderen teilnehmenden Eltern geben ein Gefühl von „Ich bin nicht alleine“ und „Das ist nicht nur bei mir so“.
Häufig hat jemand aus der Gruppe bei Fragen gute Anregungen, Erfahrungen oder Tipps.
Auch die Gruppenleitung steht stets für Fragen zur Verfügung. Ihr Fachgebiet ist allerdings die kindliche Entwicklung im 1. Lebensjahr.
Aus persönlicher Sicht können jedoch auch von der Gruppenleitung eigene Erfahrungen geteilt werden oder Antworten recherchiert werden.