Mama von Drei
Ein Beitrag von Wiebke

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Mama von Drei

Drei Kinder – drei Wege zu mir selbst

Wie es ist, drei Kinder zu haben?
Es ist, als würde man drei Spiegel seines eigenen Herzens betrachten – jeder einzigartig, jeder liebevoll fordernd, jeder auf seine Weise ein Geschenk, das das Leben neu ordnet.

Mein erstes Kind
hat mich gelehrt, Mama zu sein.
Es war dieses erste Mal, als mein Herz begann, außerhalb meines Körpers zu schlagen. Es war dieses erste Mal, dass ich Liebe in einer Tiefe gespürt habe, die kein Wort wirklich fassen kann.
Ich hatte mich beruflich schon lange mit kleinen Menschen beschäftigt – aber erst durch mein erstes Kind habe ich wirklich verstanden, was es heißt, einen kleinen Menschen ins Leben zu begleiten.
Was es bedeutet, Verantwortung zu tragen, wenn die Nacht kurz, das Herz schwer, aber das Bedürfnis nach Geborgenheit unermesslich groß ist.
Dieses erste Kind hat mich zu mir selbst zurückgeführt – hat meine inneren Glaubenssätze aufgedeckt, in Frage gestellt, aufgebrochen.
Und ich musste nicht nur alte Vorstellungen loslassen, sondern auch mit einem Teil meines Umfeldes brechen – weil meine Werte, meine neue Wahrheit, sich nicht mehr beugen konnten.
Ich bin durch mein erstes Kind Mama geworden – und ein Stück mehr ich selbst.

Mein zweites Kind
hat mich noch ein Stück näher zu mir gebracht.
Es hat mir gezeigt, dass Bedürfnisse keine Einbahnstraße sind. Dass Liebe in alle Richtungen fließt – von mir zu ihnen, von ihnen zueinander, von uns allen zurück.
Es hat mir das Geschenk gemacht, Geschwisterliebe begleiten zu dürfen – ein Band zu erleben, das so zart und gleichzeitig so stark ist.
Und während ich mein zweites Kind auf seinem Weg begleite, spüre ich, wie sehr es mich an meine eigene Schwesternschaft erinnert. An den Wert, gemeinsam zu wachsen, sich zu reiben, zu halten.
Mit ihm kam eine neue Form von Auseinandersetzung, von innerem Frieden, von tieferer Verbindung. Noch mehr Familie, noch mehr Liebe – und noch mehr Nähe zu mir selbst.

Mein drittes Kind
hat mich an meine letzten inneren Grenzen geführt.
Es hat mir gezeigt, wie sehr das System, in dem wir leben – politisch, gesellschaftlich – noch wachsen darf. Und dass der Weg zu echter Vereinbarkeit, echter Gerechtigkeit, noch ein weiter ist.
Mein drittes Kind hat mir Demut geschenkt – und das Bewusstsein dafür, wie kostbar die Zeit ist. Wie vergänglich die Momente, wie wichtig es ist, im Hier und Jetzt zu leben.
Ich habe schon mit zwei Kindern gespürt, dass da noch eine kleine Seele ist, die zu uns will.
Und jetzt ist sie da.
Dankbar halte ich auch diese kleine Hand.
Dankbar bin ich für das Gefühl, dass da nichts mehr fehlt.
Mit meinem dritten Kind bin ich rund geworden.
Komplett. Angekommen.
Es hat ein Gefühl mitgebracht, als wären jetzt wirklich alle da.

Während dieses dritte Kind noch klein ist und in seiner eigenen Welt wächst, sehe ich meine ersten beiden Kinder groß werden. Und ich – ich darf die Zeit genießen, statt sie zu jagen.
Ich habe gelernt, loszulassen, was mir nicht mehr dient. Mich zu befreien von Zweifeln, Erwartungen, Unsicherheiten.

Ich habe meinen Weg gefunden.
Und mein drittes Kind hat mir erlaubt, ihn endlich mit offenem Herzen zu gehen.
Zu genießen. Zu lieben. Ganz da zu sein.

Mein großes Glück, das ich an den Händen halten darf. Dreimal.


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